Auf dem Android Dev Summit hat Google die Preview-Version seiner neuen Connected Apps Platform vorgestellt. Diese soll Entwicklern die Integration ihrer Dienste in die Google-Suche und die Gemini-App deutlich erleichtern.
Bislang war die Anbindung von Drittanbieter-Apps an Gemini und Search ein eher exklusiver Prozess, der eine enge Zusammenarbeit mit Google erforderte. Mit der neuen Plattform öffnet Google die Türen für eine breitere Entwicklerschaft. Die zentrale Idee dahinter ist es, Anwendungen einen einheitlichen Weg zu bieten, um ihre Funktionen sowohl in der Google-Suche als auch in Gemini verfügbar zu machen.
Entwickler können ihre App also einmalig integrieren und erreichen dann potenziell Nutzer über beide Plattformen hinweg. Google selbst beschreibt das Ziel mit den Worten „build once and reach high-intent users”.
So funktioniert die technische Integration.
Der Einstieg in die Plattform erfordert jedoch einige technische Voraussetzungen. Entwickler müssen ihre Anwendung entweder über einen cloudgehosteten MCP-Server (Model Context Protocol) oder über Android MCP unter Verwendung der AppFunctions-APIs anbinden.
Anschließend dient die neue Google Connected Console als zentrale Anlaufstelle für den gesamten weiteren Prozess. Hier können Entwickler ihre App registrieren, testen und zur Überprüfung einreichen. Dabei legen sie auch fest, ob ihre App nur in der Suche, nur in Gemini oder auf beiden Plattformen erscheinen soll.

Kontrolle und Analyse nach dem Launch
Die Plattform bietet Entwicklern auch nach der Veröffentlichung ihrer App wichtige Werkzeuge. Über die Connected Console lassen sich zentrale Leistungsdaten wie Traffic, Latenz und Fehlerraten überwachen. Zudem behalten Entwickler die Kontrolle über ihre Markenidentität, einschließlich verifizierter Logos und authentifizierter Konten.
Neue Partner und bestehende Apps
Die Einführung der Plattform geht mit einer Erweiterung des bestehenden Angebots an Connected Apps einher. Mittlerweile sind über 50 dieser Integrationen in Gemini verfügbar, darunter Dienste von Partnern wie Adobe, Experian, Localiza und Peloton. In den kommenden Wochen sollen diese und weitere Apps auch in der Google-Suche verfügbar werden.
Google kündigte zudem eine neue Partnerschaft mit der Meditations-App Calm an, die ebenfalls in Kürze auf beiden Plattformen starten soll. Die Integration von Diensten wie Instacart, Canva, YouTube Music und OpenTable in die KI-gestützten Suchfunktionen zeigt bereits, wohin die Reise geht.
Verfügbarkeit und Ausblick
Die Connected Apps Platform startet zunächst als öffentliche Vorschau für Entwickler in den USA, die sich über eine Warteliste anmelden können. Google wird den Zugang schrittweise öffnen und plant, in den kommenden Monaten weitere Entwickler, Märkte und Google-Produkte einzubeziehen.
Ein genauer Zeitplan für eine breitere globale Verfügbarkeit wurde noch nicht genannt. Die Plattform könnte jedoch ein wichtiger Schritt sein, um Googles KI-Ökosystem für externe Dienste zu öffnen und die Art und Weise zu verändern, wie Nutzer im Alltag mit Apps und Diensten interagieren.

