iOS: Apple behebt mit Update 27.2 mehr als 160 Sicherheitslücken

iOS: Apple behebt mit Update 27.2 mehr als 160 Sicherheitslücken

Am 26. Oktober 2026 hat Apple die neuen Betriebssystemversionen iOS 27.2 und iPadOS 27.2 veröffentlicht. Das Update ist in erster Linie ein umfangreiches Sicherheitsupdate: Insgesamt wurden 163 Schwachstellen auf dem iPhone und dem iPad geschlossen. Apple betont, dass keine dieser Lücken bereits aktiv von Angreifern ausgenutzt wurde. Allerdings steigt das Risiko für nicht aktualisierte Geräte, sobald die Details öffentlich einsehbar sind, was mit der Veröffentlichung der Sicherheitshinweise der Fall ist.

Kritische Lücken in Apple Intelligence und Hide My Email

Zwei der behobenen Schwachstellen verdienen besondere Aufmerksamkeit. So ermöglichte eine Lücke in Apple Intelligence beispielsweise einem entfernten Angreifer den Zugriff auf sensible Nutzerdaten.

Noch heikler ist ein Fehler in der Funktion „E-Mail-Adresse verbergen“ (Hide My Email). Diese Funktion soll die echte E-Mail-Adresse eigentlich schützen. Aufgrund einer Schwachstelle konnte die tatsächliche Adresse jedoch in der Mail-App offengelegt werden.

WebKit und Systemkern im Fokus

Mit über 30 geschlossenen Lücken machte die Browser-Engine WebKit erneut den mit Abstand größten Anteil der Fixes aus. Hinzu kommen rund 15 Schwachstellen im Systemkern. Viele der Korrekturen verhindern, dass schädliche Apps ohne Erlaubnis auf die Kamera, Bluetooth, die Fotomediathek, die Kontakte oder die Liste der installierten Anwendungen zugreifen können. Einige WebKit-Fehler hätten es zudem bösartigen Websites ermöglicht, nicht autorisierten Code auszuführen.

Jailbreak-Lücken geschlossen

Mit iOS 27.2 werden auch die meisten Sicherheitslücken geschlossen, die das Team von Calif für einen Jailbreak des iPhone Duo genutzt hatte.

KI verändert die Schwachstellensuche

Die hohe Zahl an Sicherheitsfixes ist unter anderem auf die zunehmende Verwendung von KI-Modellen zur Suche nach Schwachstellen zurückzuführen. In den Sicherheitshinweisen werden Anthropic Research mit drei und OpenAI mit vier Entdeckungen genannt. KI-gestützte Werkzeuge helfen Forschern immer häufiger dabei, Sicherheitslücken in komplexen Systemen aufzuspüren.

Neue Funktionen trotz Sicherheitsfokus

Obwohl der Schwerpunkt auf Sicherheit liegt, bringt iOS 27.2 auch einige funktionale Neuerungen mit sich. So wurde die Funktion von Siri AI deutlich erweitert: Die Assistenz kann sich nun an frühere Gespräche erinnern und auf mehr persönliche Quellen zugreifen, darunter Fotos in Nachrichten, Teilnehmer von Kalenderterminen, Voicemails sowie der Safari-Verlauf und die Leseliste. Zudem unterstützt Siri AI fünf neue Sprachen: Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch.

In der Nachrichten-App zeigt Apple Intelligence ab iOS 27.2 Vorschläge an. Besitzer des iPhone Duo erhalten zudem Unterstützung für den Apple Pencil.

Zuletzt aktualisiert: 28. Oktober 2026
Rene Hifinger
René Hifinger
René Hifinger ist IT-Sicherheitsexperte. Seine Schwerpunkte liegen in der Analyse von Sicherheitsprotokollen, der Grundlagenforschung im Bereich Verschlüsselungstechnologien und der Bekämpfung von Malware. René Hifinger ist Autor zahlreicher Fachartikel und Publikationen zu diesen Themen.

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