FRITZ!OS 8.50 steht jetzt für die FRITZ!Box 7530 AX bereit. Die umfangreiche Aktualisierung verbessert Sicherheit, Internetverbindungen, Telefonie und Smart Home in zahlreichen Punkten. Der Hersteller stellte die neue Betriebssystemversion Ende September zunächst für die FRITZ!Box 7690 bereit; nun ist die 7530 AX an der Reihe.
Zentrale Neuerungen sind ein DNS-Filter, der unerwünschte Internetadressen blockiert, die automatische Priorisierung zeitkritischer Anwendungen sowie der Smart Check in der MyFRITZ!App. Zudem wurden die VPN-Funktionen erweitert und mehrere Fehler behoben.
Die wichtigsten Neuerungen von FRITZ!OS 8.50
Mit dem Update erhält die FRITZ!Box 7530 AX mehrere neue Funktionen. Diese sollen insbesondere die Sicherheit und Stabilität des Heimnetzes verbessern.
- DNS-Filter: Nutzer können eigene oder öffentlich verfügbare Filterlisten einbinden, um beispielsweise Werbung, Tracking-Domains, Phishing-Seiten sowie bekannte Domains von Schadsoftware zu blockieren. Die Filterung funktioniert sowohl im Heim- als auch im Gastnetz.
- Automatische Priorisierung: Videokonferenzen und andere zeitkritische Anwendungen werden automatisch erkannt und bei der Datenübertragung bevorzugt behandelt. Dadurch sollen Verbindungsprobleme reduziert werden, wenn mehrere Geräte gleichzeitig das Internet nutzen.
- Smart Check: Die MyFRITZ!App überprüft den Zustand der FRITZ!Box, zeigt Hinweise zu möglichen Problemen an und gibt Empfehlungen zur Optimierung. Voraussetzung ist die Version 2.16.0 unter iOS bzw. die Version 2.29.0 unter Android.
- Einfacherer Glasfaserwechsel: Ein neuer Einrichtungsassistent unterstützt beim Wechsel von DSL auf Glasfaser, sofern der Internetanbieter gleich bleibt.
- Verbesserte Telefonie: Der neue, einfache Modus von FRITZ!Fon bietet eine übersichtlichere Bedienung, konfigurierbare Schnellwahltasten sowie die Möglichkeit, einen SOS-Ruf abzusetzen. Dabei können bis zu vier Notfallkontakte hinterlegt werden.
- Mehr Smart-Home-Funktionen: Die intelligenten Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210 können bei Überschreiten eines definierten Leistungswerts automatisch abgeschaltet werden. Darüber hinaus unterstützen sie Smart-Home-Routinen mit mehreren Auslösern und Geofencing.
Verbesserungen bei VPN, WLAN und Heimnetz
Über die neuen Funktionen hinaus enthält FRITZ!OS 8.50 diverse technische Neuerungen, wobei die Änderungen am WireGuard-VPN besonders umfangreich ausfallen. So lässt sich die MTU-Größe für VPN-Verbindungen nun individuell anpassen, und WireGuard-Verbindungen können künftig auch ohne MyFRITZ!Net- oder DynDNS-Adresse eingerichtet werden.
Ein verbesserter Kill-Switch stellt zudem sicher, dass für den VPN-Tunnel bestimmte Daten bei einem Verbindungsabbruch nicht ungeschützt über die normale Internetverbindung übertragen werden.
Weitere Änderungen betreffen unter anderem:
- WLAN: Verbesserte Kompatibilität mit älteren WLAN-Geräten durch RSN Overriding.
- Kindersicherung: Fehlerbehebung bei Internetsperren während aktiver VPN-Verbindungen.
- Netzwerküberwachung: Der Online-Monitor zeigt bei den größten Datenverbrauchern sowohl Upload- als auch Download-Werte.
- NAS: Die maximal zulässige Anzahl von Freigaben steigt von 20 auf 250.
- Telefonie: Automatische Löschung von Sprachnachrichten nach einer bestimmten Zeit oder Anzahl.
- Sicherheit: Frühzeitigere Erneuerung des Let’s-Encrypt-Zertifikats für MyFRITZ!Net-Adressen.
- Heimnetz: Verbesserte Verwaltung von IPv4-Adressen und zusätzliche Unterstützung lokaler mDNS-Namen.
Insbesondere Nutzer mit individuell konfigurierten Netzwerken sollten eine Änderung beachten: Die FRITZ!Box verteilt das DNS-Suffix „fritz.box” standardmäßig nicht mehr über DHCP. Dieses Verhalten lässt sich bei Bedarf in den erweiterten Netzwerkeinstellungen wieder aktivieren.
Die komplette Changelog ist hier zu finden.
So lässt sich FRITZ!OS 8.50 installieren
Das Update lässt sich direkt über die Router-Oberfläche anstoßen: Im Browser fritz.box aufrufen, anschließend unter „System“ > „Update“ > „Neues FRITZ!OS suchen“ nach der neuen Version suchen und die Installation starten.
Sind automatische Updates aktiviert, erfolgt die Aktualisierung je nach gewählter Einstellung auch ohne manuelles Zutun. Vor der Installation sollten die bisherigen Routereinstellungen gesichert werden. Während des Updates startet die FRITZ!Box neu, wodurch Internet- und Telefonverbindungen kurzzeitig unterbrochen werden.

